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Was Musik mit mir macht und warum sie mich immer wieder rettet

  • Autorenbild: Andrea
    Andrea
  • 7. Nov. 2025
  • 4 Min. Lesezeit
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Ich weiss gar nicht, wie ich es richtig in Worte fassen soll.

Musik macht einfach etwas mit mir.

Sie berührt mich so tief, dass ich manchmal selbst überrascht bin, wie stark sie mich Gefühle und Emotionen spüren lässt. Es geht dabei gar nicht um die Texte. Oft verstehe ich sie nicht einmal.Es ist der Rhythmus. Der Klang. Diese Schwingung, die sich durch meinen Körper strömt und alles in Bewegung bringt.


Ich kann dann nicht stillsitzen. Es ist, als würde etwas in mir aufwachen, das lange still war. Manchmal dauert es nur ein paar Minuten, aber in diesen Minuten fällt so viel Ballast ab. Der Druck, die Erwartungen, die Gedanken. Alles, was sich so schwer anfühlt, darf einfach für einen Moment leiser werden.


Ich merke, wie sich meine Schultern senken, wie mein Atem tiefer wird.

Ich höre einen Song, und plötzlich bin ich wieder da.

Mitten im Alltag, mitten in allem und trotzdem ganz bei mir.


Es gibt Tage, an denen alles gleichzeitig passiert. Schule, Haushalt, Arbeit, Termine, Gespräche, Listen. Ich weiss dann kaum, wo mir der Kopf steht. Und irgendwo dazwischen verliere ich manchmal mich selbst. Dann läuft ein Lied. Einfach so. Und mit den ersten Takten spüre ich wieder, dass ich mehr bin als all das.


Musik bringt mich zurück.

Nicht auf eine Bühne oder in ein früheres Ich, sondern genau hierher, in diesen Moment.

Sie verbindet mich mit etwas in mir, das ruhig, lebendig und echt ist.

Ich kann es nicht planen, nicht festhalten, nicht erklären.

Ich kann es nur fühlen.


Vor ein paar Tagen habe ich etwas getan, das mich selbst überrascht hat.

Ich habe meine Mama–Power Playlist erstellt.


Die Idee schwirrte schon länger in mir herum. Ich hatte irgendwann einmal in einer Story getanzt, einfach so, und eine Mama fragte mich danach, welche Playlist ich denn höre. Damals hatte ich keine Antwort, ausser: meine Lieblingssongs.


Vor kurzem kam der Impuls wieder.

Ich dachte: warum nicht eine Playlist für Mamas?

Eine Sammlung von Songs, die Kraft geben, motivieren, Freude machen. Ich wusste nicht, was andere Mamas hören, also wollte ich meine Community fragen. Aber mein inneres Feuer war schneller als jeder Plan. Ich konnte nicht warten. Ich öffnete Spotify, gab den Namen ein: Mama–Power Playlist und begann einfach.


Song für Song, ganz intuitiv.

Ich wählte, was mich bewegt, was mich innerlich schwingen lässt. Nicht, um etwas zu zeigen, sondern um etwas zu fühlen. Und während ich diese Playlist füllte, passierte etwas in mir. Ich spürte dieses Kribbeln, dieses Aufleben, als würde meine Energie wieder frei fliessen.


Es ging gar nicht um die Musik an sich. Es ging darum, dass ich mir erlaubt habe, zu erschaffen. Ohne zu denken, ohne zu hinterfragen, ohne zu warten. Einfach, weil es sich richtig anfühlte.


Ich hatte meinen Laptop dabei, während mein Sohn im Training war. Eigentlich wollte ich die Zeit einfach sinnvoll nutzen, ein bisschen etwas tun, statt nur zu warten. Und dann sass ich da, mit Kopfhörern auf, und begann zu suchen, zu hören, zu spüren. Song für Song. Mehr als eine Stunde lang sass ich dort, grinsend, versunken in dieser kleinen Welt aus Melodien und Erinnerungen. Ich hatte keine Ahnung, wie sehr mich das erfüllen würde.


Ich stellte sie auf öffentlich und suchte danach, ob es auf Spotify schon etwas Ähnliches gibt. Keine einzige Playlist mit Mama im Titel. Nichts.


Und in diesem Moment wurde mir bewusst, wie schön es ist, etwas Neues zu erschaffen, aus einem echten Gefühl heraus. Nicht perfekt, nicht geplant, einfach echt. Und das Schöne daran ist, diese Playlist darf noch weiter wachsen.


Auf dem Heimweg hörte ich sie im Auto.

Und da war dieses Gefühl, das kaum zu beschreiben ist.

Freude. Stolz. Dankbarkeit.

Ich musste lachen und hatte gleichzeitig Tränen in den Augen.

Weil ich spürte: das ist so viel mehr als Musik.


Heute Morgen habe ich sie wieder gehört.

Und wieder war sie da, diese Welle von Energie, von Leichtigkeit, die mich trägt. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns erinnern, dass das Leben nicht immer schwer sein muss.

Dass es Momente gibt, in denen alles stimmt, ohne dass sich im Aussen etwas verändert hat. Musik macht das möglich.


Ich brauche keine Meditation, keinen Retreat, keine langen Auszeiten. Manchmal reicht ein Song. Ein Moment, in dem ich die Musik laut drehe und mein Körper einfach reagiert. Ohne Plan, ohne Erwartung, ohne Ziel.


Musik im Mama-Alltag ist für mich einfach ein Muss. Sie ist eine Sprache, die mein Körper versteht, wenn mein Kopf müde ist. Ein Raum, in dem ich loslassen kann, ohne erklären zu müssen, warum. Und jedes Mal, wenn ich sie höre, weiss ich wieder: Leichtigkeit ist kein Zustand. Sie ist eine Entscheidung, die ich im Fühlen treffe.


Ich wünsche mir, dass andere Mamas dieses Gefühl auch erleben. Vielleicht auf ihre eigene Weise, mit ganz anderer Musik. Aber mit demselben Gedanken: dass es Momente gibt, die uns durchatmen lassen. Dass wir uns selbst wieder hören dürfen.


Darum teile ich meine Playlist.

Nicht, weil sie perfekt ist.

Sondern weil sie echt ist.

Weil sie das ausdrückt, was ich in mir spüre, wenn ich Musik höre: Lebendigkeit, Verbindung, Freude.


Wenn du magst, hör mal rein in meine


Vielleicht findest du darin einen Song, der dich für einen Moment trägt.

Der dich daran erinnert, dass du mehr bist als dein Alltag.

Dass du lebendig bist.


Ich wünsche dir ganz viel Spass und Motivation damit!


Alles Liebe!

Andrea

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